Kuhmilch und Weizen - Störefriede in unserer Ernährung

Folgende Laboruntersuchungen sind möglich:

  • Glutenunverträglichkeit im Stuhl
  • Gliodorphin / Casomorphin im Urin (Gluten und Casein-Milch)

Dass Kuhmilch und Weizen aus der Perspektive der menschlichen Evolution absolute Neulinge auf unserem Esstisch sind und aufgrund der fehlenden Anpassung unseres Verdauungssystems eine enorme Last für unseren Organismus darstellen, ist den meisten nicht bewusst.

Sowohl Weizen- als auch Kuhmilchproteine sind heutzutage beinahe omnipräsent in verarbeiteten Lebensmitteln. Wenig erstaunlich sind daher die zunehmenden Unverträglichkeitsreaktionen. 

Da die meisten Menschen Kasein und Gluten aufgrund von fehlenden Enzymen nicht vollständig verwerten und unverdaute Peptide im Darm zurückbleiben, kann es insbesondere im Dünndarm zu einer chronische Entzündungen und Verkümmerung von Darmzotten kommen.

Das wiederum verschlechtert die Nährstoffaufnahme noch mehr. Zudem wird die strapazierte Darmwand durchlässig (Leaky-Gut-Syndrom). Unverdaute Peptide dringen nun ungehindert in die Blutbahn ein und forcieren eine unerwünschte Immunreaktion. Doch nicht nur das, darüber hinaus lösen diese Peptide eine opioide Wirkung im Gehirn aus.

Bei den unverdauten Peptiden aus der Milch, welche durch die Darmwand in den Organismus eindringen, handelt es sich genau genommen um opioide Exorphine, die in Verbindung mit den Opioidrezeptoren im Gehirn eine ähnliche Wirkung im Nervensystem freisetzen wie Morphin.

Unsere Sinne werden aber nicht wie in einem "Rausch" bei Drogenkonsum verschleiert, vielmehr entsteht eine Nahrungsmittelsucht. Käse, Milchschokolade, Nudeln und Brot sind die klassischen "Nahrungsmittelsüchte", die uns ein Wohlgefühl signalisieren, im Grunde aber schlichtweg unsere Sinne betäuben und schläfrig machen.

 

Abgesehen von ihrem appetitanregenden Suchtpotential einschließlich möglicher Erkrankungen können Gliadine als Allergene die genetisch bedingte Zöliakie auslösen. Bei dieser allergisch-autoimmunen Krankheit kommt es zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut. Doch auch psychische Störungen sollen Gliadine verstärken.

Die nicht abgebauten Laktate können die GLUT5-Transferase schädigen und grossmolekulare Substanzen gelangen in den Blutkreislauf.

Folgende Symptome können auf Gluten- und/oder Laktoseunverträglichkeit hinweisen (in ihrer Aufzählung nicht komplett):

  • Verdauungsbeschwerden (reizdarmähnliche Probleme, Blähungen, Durchfall/Verstopfung, Bauchschmerzen)
  • Häufige Kopfschmerzen (Migräne)
  • Müdigkeit und Erschöpfungszustände u.v.m.